Übersicht

A House the Size of a Shell vereint Künstlerinnen und Künstler, die mit kleinformatigen Arbeiten konzentrierte, in sich geschlossene Szenerien schaffen. In Anlehnung an den Schriftsteller Gaston Bachelard untersucht die Ausstellung, wie kleine Räume ganze Welten von Erinnerung und Imagination in sich tragen können. Die Werke bewegen sich in einem Maßstab, der Nähe und genaues Hinschauen einlädt.
Im Kleinen werden Details intensiviert: eine Geste, eine Oberfläche, die Beziehung zwischen einem Objekt und dem anderen. Die Betrachtenden sind aufgefordert, ihr Tempo anzupassen, näher zu treten und länger zu verweilen. Das Kleine wird zu einem Mittel der Intimität und dazu, Komplexität in einem begrenzten Raum zu bewahren. Wie Susan Sontag bemerkte, fühlen wir uns vom Miniaturhaften angezogen, weil es uns erlaubt, etwas nahe bei uns zu halten, als Form der Verbundenheit und als Wunsch, in Nähe zu bleiben. Diese Arbeiten zeigen, dass sich die Welt aus Fragmenten zusammensetzen lässt, dass sich Weite in etwas entfalten kann, das in eine Handfläche passt.