Pier Stockholm: Project Room

23 March - 27 April 2018

Pier Stockholm b. 1977 in Lima, Peru. Lives and Works in Paris, France. He has had extensively studied, 2006 - 2008 La Seine (ENSBA postgraduate program) Ecole Nationale Supérieure Des Beaux Arts. Paris 2006 - 2007 Cité Internationale des Arts. Paris, France 2002 - 2005 Master in Fine Arts. Universidade de São Paulo (ECAUSP) 1995 - 2001 Brazil Bachelor's Degree in Architecture and Urbanism. Universidad Ricardo Palma (URP). Lima 1998 Contemporary art studies with Prof. Julio Sanchez.

 

Through this exhibition Pier Stockholm is taking us into a discussion surrounding the discourse between the column, the pedestal and the plinth. An exploration into understanding of their separate functions, and whether they collectively exist in the same moment. This is presented as in an installation composed of a large format wall drawing, drawing on paper and sculptures.

 

The sculptures also highlight the contrast between fragility and durability. Largely through their materiality, in a playful irony often the more fragile material protects the more durable, for example the foam protecting the concrete. Engaging in nuances of the geometric they lead you deep into their own story, small details giving small clues to feelings of the piece. They become safe spaces, a search for security.

 

The sculpture’s are presented with their transport boxes. They are not just boxes but they are ‘theirs.’ To Stockholm these cases are the homes of the works. These homes are a part of the artistic process as they allow Stockholm to also understand the negative volume of the sculpture. These shelters are made with a freer sense of expression, when making these refuges Stockholm discusses the feeling of nostalgia to being a child, the romantic memories of constructing tree houses in the woods.

 

Stockholm relates the interest in the transportation of the sculpture to a more autobiographical sentiment. Stockholm is Peruvian but lived in Sao Paulo to now lives in Paris, and is therefore - due to what is expected of artists - someone that identifies as being nomadic. This is also a wider comment on the nomadic state of contemporary artists, through increasing demands to do residencies, to show internationally, to even the constant change of studio space. With the increasing exodus of artists to the countryside there is a clear problem with the temporality of the studio and the artist in a city.

 

This representation of the city is also apparent through his choices of medium. The spray paint used to mark the streets near to Stockholm’s studio become the small gestures of colour on his sculptures. (Spray paint used in construction to create markers in the city). He has also created a 8 meter mural using a chalk line, another tool used in construction as a marker. The poetics of the piece is for the artist that the line that is both sharp and blurry.

 

The wall drawing has the strongest focus on ‘the column.’ Due to the proportions and scale its what most assimilates to one. It also relates its self to the second drawing in the exhibition and acts as a more vivid exploration of this piece of architecture.

 

The obelisk is an obvious challenge to pre-convinced ideas of the column, the pedestal and the plinth. What is presented to us is an understanding that all three are a support to an object, but the pyramid shape is both the support and the object. One can never say where one part begins and the other ends.

 


 

 

Pier Stockholm, geboren 1977 in Lima, Peru. Lebt und arbeitet in Paris. Stockholm studierte von 2006-2008 an der La Seine (ENSBA postgraduate program) Ecole Nationale Supérieure Des Beaux Arts, Paris, von 2006 - 2007 an der Cité Internationale des Arts. Paris, Frankreich. 2002 - 2005 schloss er mit einem Master sein Studium in Bildender Kunst an der  Universidade de São Paulo (ECAUSP) ab. 1995 - 2001erhielt Stockholm seinen Bachelor in Architektur and Stadtplanung an der Universidad Ricardo Palma (URP), Peru.

 

Pier Stockholm eröffnet mit seiner Ausstellung im Project Room der Galerie Lisa Kandlhofer einen Diskurs zwischen dem Begriff der Säule, des Podests und des Sockels. Dabei sollen ihre individuellen Funktionen unabhängig voneinander untersucht werden und die Frage aufgeworfen werden ob sie zur gleichen Zeit als Einheit existieren können. 

Dies wird in Form einer Installation, bestehend aus einer großformatigen Wandzeichnung, einer Zeichnungen auf Papier sowie Skulpturen, präsentiert.

 

Die Skulpturen betonen den Kontrast zwischen Zerbrechlichkeit und Widerstandsfähigkeit. Eine leichte Ironie macht sich bei den Materialien bemerkbar, da oftmals das fragilere Material das Widerstandsfähigere schützt, wie es am Beispiel von Schaum und Beton zu sehen ist. Sie befassen sich mit Nuancen des Geometrischen, führen den Betrachter zu ihrer eigenen Geschichte und geben mit kleinen Details Hinweise auf das Empfinden des Werks. Sie werden zu sicheren Orten, eine Suche nach Sicherheit.  

 

Die Skulpturen werden mit ihren Transportboxen präsentiert. Sie sind nicht nur Boxen, sondern dienen auch als Teil der Skulptur. Für Stockholm symbolisieren sie das Zuhause der Werke. Die Boxen sind Teil des künstlerischen Prozesses, da sie für Stockholm als Negativ der Skulptur zu verstehen sind. Sie drücken das Gefühl von Freiheit aus, welches beim Künstler ein nostalgisches Gefühl der Kindheit erweckt -  romantische Erinnerungen Baumhäuser im Wald zu bauen.

 

Sein Interesse am Transport der Skulpturen ist mit einem autobiographischen Empfinden verbunden. Der Künstler stammt aus Peru, lebte in Sao Paolo und wohnt aktuell in Paris, und sieht sich, aufgrund der allgemeinen Erwartung an einen Künstler, selber als Nomade. Dies macht sich auch in der Welt der zeitgenössischen Künstler bemerkbar, welche immer öfter, bedingt durch die hohe Nachfrage internationaler Ausstellungen und wechselnder Studios, unterwegs sind. Mit dem zunehmenden Exodus der Künstler in den ländlichen Raum wird ein eindeutiges Problem zwischen dem Künstler in einer Stadt und dem zeitlich verfügbaren Studio geschaffen.

 

Die Darstellung der Stadt lässt sich auch durch die Wahl seins Mediums wahrnehmen. Die Markierungen mit Sprühfarbe, welche die Straße in der Nähe von Stockholm’s Studio kennzeichnen, sind als kleine Farb-Gesten in seinen Skulpturen wiederzufinden. (Sprühfarbe wird bei Baustellen in der Stadt als Markierung verwendet). Zudem ist eine 6,5-Meter Wandmalerei, bestehend aus Kreidelinien, welche ebenfalls bei Baustellen als Markierungen dienen, zu sehen. Die Poesie des Werks ist für den Künstler eine Linie die sowohl scharf als auch verschwommen ist.

 

Die Wandzeichnung setzt einen starken Fokus auf „die Säule“. Aufgrund der Proportionen und des Ausmaßes der Zeichnung, ist das Werk jenes, welches am meisten zu einem Ganzen / einer Einheit wird. Es steht außerdem zu der zweiten Zeichnung der Ausstellung in Beziehung und handelt als eine anschauliche Untersuchung des architektonischen Objekts. 

 

Der Obelisk fordert vorherrschende Vorstellungen über die Säule, das Podest und den Sockel heraus. Dabei dienen alle drei als Stütze für ein Objekt, wobei die Form der Pyramide sowohl Stütze als auch Objekt darstellt. Hierbei sind die Grenzen fließend.