Giorgia Castiglioni | Id De Quo Loquitur: Video Room

16 February - 17 March 2018
Giorgia Castiglioni b. 1993 in Milan lives and works in London. She received her BA in Fine Art Photography from the Camberwell College of Arts, University of the Arts London UAL (UK) in 2016.
 
The installation piece ‘Id De Quo Loquitur’ exploits the nature of the medium of video to blur the lines between real and imitation. Through constructing a seemingly parallel gallery, the work explores the ideas of immersion and interaction of the viewer, while refusing the concept of identification, typical of the medium, culminating with a new nuance: the encounter. It breaks with the traditional theatre and its idea of the 'fourth wall', and brings the spectator to question their perception of and position in reality. They are ultimately brought to be part of the work. 
 
The piece, therefore, plays with the concepts of subject and object transferring the attention from the work of art onto the viewer, and vice versa, confusing the two roles. The title ‘Id De Quo Loquitur’ (That which is being discussed) is a Latin expression that refers, again, to a subject which remains unrevealed and unsolved; and it uses a 'dead' language, in order to address no one and, therefore, everyone.
The display of the image (the figures are life-size, on an HD screen) enhances the delusive quality of the work.
 

 

Giorgia Castiglioni, geb. 1993 in Mailand, lebt und arbeitet in London. 2016 erhielt sie ihren BA in Fotografie vom Camberwell College of Arts, University of the Arts London UAL (UK).

 

Die Installation „Id De Quo Loquitur“ setzt die spezifischen Eigenschaften des Mediums Video ein, um die Grenzen zwischen Realem und Imitation verschwimmen zu lassen. Durch die Konstruktionen einer scheinbar parallelen Galerie untersucht diese Arbeit die Vorstellung von Immersion und Interaktion des Betrachters. Gleichzeitig entzieht sie sich dem für dieses Medium typischen Konzept der Identifikation, um schließlich in einer neuen Nuance, der Begegnung, zu kulminieren. Sie bricht mit der traditionellen Vorstellung eines Theaters der vierten Wand und bringt den Zuschauer dazu, seine Wahrnehmung sowie seine eigene Position innerhalb der Realität zu hinterfragen. Er wird letztlich dazu gebracht, Teil der Arbeit zu werden.  

 

Die Installation spielt so mit den Konzepten von Subjekt und Objekt, verlagert die Aufmerksamkeit vom Kunstwerk auf den Betrachter und vice versa, vertauscht also die Rollen. Der Titel „Id De Quo Loquitur” (Das, worüber gesprochen wird) ist ein Lateinischer Ausdruck, der der sich, abermals, auf ein Subjekt bezieht, dass verdeckt und unerklärt bleibt. Zudem wird hier eine „tote“ Sprache benutzt um niemanden direkt anzusprechen und dennoch jeden zu meinen. 

 

Die Art der Präsentation (die Figuren sind lebensgroß, auf einem HD Bildschirm) verstärkt den trügerischen Charakter der Arbeit noch zusätzlich.