Markus Redl: MUDRAS

30 November 2017 - 10 February 2018

Markus Redl, born 1977 in Klosterneuburg, lives and works in Vienna and Carrara.

 

The term “Mudras” derives from Sanskrit and means “seal”, in a literal translation, Mud: joy and ra: the thing that exists.The term Mudras has its origins in India, but the hand signal, as a gesture connected with a specific content, is a cultural code that can be found in a variety of cultures.

 

Markus Redl states: “Art constitutes a self-empowerment to arbitrariness. It establishes its own conventions and can thus point at the characteristics of a standardized environment by diverting from common rules.” And therefore, the exhibition MUDRAS explores the elucidations of arbitrariness that come together in the codes of form and content. 

 

A selection of works from a period of 14 years is on show. This includes drawings, a film, a moving sculpture, text collages, an audiobook (created in collaboration with the actor Stefano Bernardin) as well as sculptures made from a variety of materials, and their formal language ranges from strictly architectonic to playful and figurative. 

 

During the past 15 years, Markus Redl’s working methods have been based on content, regardless whether the material stone or paper was involved, and independent of the timing of the art market; content that was neither short-lived nor easy to consume. One example constitutes the marble sculpture of 15.5 tons, finalized in summer 2017 for the Würth Collection – a project the artist has been dedicated himself to exclusively for over a year.

 

The catalog APORIE - OLYMPIA. Festung Europa/Postcontemporary will be published in December by the Verlag für moderne Kunst (VfmK) and presented at the Galerie Lisa Kandlhofer. The publication will also comprise the library of stones that Markus Redl has been working on continuously since 2004. It constitutes the conceptual framework of his artistic explorations and links sculptures with literature, and consequently, one large work that is assembled of stories, art, and life as well as the artist’s working hours, keeps growing. 

 


 

Markus Redl, geboren 1977 in Klosterneuburg, lebt und arbeitet in Wien und Carrara.

 

Das Wort Mudra kommt aus dem Sanskrit und bedeutet „Siegel“, wörtlich übersetzt, Mud: Freude und ra: das, was gibt. Es heißt, der Ursprung von Mudras liegt in Indien, aber das Handzeichen, das als Geste mit einem speziellen Inhalt verbunden wird, ist ein kultureller Code der in den unterschiedlichsten Kulturen vorzufinden ist.

 

Markus Redl sagt: „Kunst entspricht einer Selbstermächtigung zur Willkür. Sie erstellt ihre eigene Konvention und kann darin durch Abweichung von allgemeinen Regeln auf die Eigenschaften der normierten Umgebung aufmerksam machen.“ Somit geht es bei der Ausstellung MUDRAS um die Verdeutlichung der Willkür, die sich in den Codes von Inhalt und Form zusammenfindet.

 

Zu sehen ist eine Auswahl von Arbeiten aus einem Zeitraum von vierzehn Jahren. Diese beinhaltet Zeichnungen, eine filmische Arbeit, eine sich bewegende Skulptur, Textcollagen, ein Hörbuch (entstanden in Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Stefano Bernardin) sowie Skulpturen aus diversen Materialien, die in ihrer Formensprache von streng architektonisch bis verspielt figürlich reichen.

 

Die Arbeitsweise von Markus Redl hat sich in den letzten 15 Jahren, egal, ob es um das Material Stein oder Papier ging, unabhängig von der Taktung des Kunstmarktes an Inhalten orientiert, die weder schnell noch leicht konsumierbar sind. Ein Beispiel dafür wäre die im Sommer 2017 für die Sammlung Würth fertiggestellte Marmorskulptur von 15,5 Tonnen - ein Projekt, dem sich der Künstler mit ungeteilter Aufmerksamkeit über ein Jahr lang gewidmet hat.

 

Im Dezember wird der Katalog APORIE - OLYMPIA. Festung Europa/Postcontemporary im Verlag für moderne Kunst (VfmK) erscheinen und in der Galerie Lisa Kandlhofer präsentiert.

Darin wird sich auch die Bibliothek der Steine finden, an der Markus Redl seit 2004 kontinuierlich arbeitet. Sie bildet den konzeptionellen Rahmen der künstlerischen Auseinandersetzung und verknüpft Skulpturen mit Literatur, wodurch eine einzige große Arbeit wächst, die sich durch Geschichten, Kunst und Lebens- wie auch Arbeitszeit des Künstlers zusammenfügt.